14.01.2020

Welche Personenkreise sollten in Krankenhäusern auf MRSA getestet werden?

Für Deutschland gilt die "RKI-Empfehlung zur Prävention und Kontrolle von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Stämmen (MRSA) in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen".

Hintergrund:
Das RKI empfiehlt mindestens folgende Patienten zu screenen (mind. Abstriche der Nasenvorhöfe und von vorhandenen Wunden):

  1. Patienten mit bekannter MRSA-Anamnese
  2. Patienten aus Regionen/Einrichtungen mit bekannt hoher MRSA Prävalenz
  3. Dialysepatienten
  4. Patienten mit einem stationären Krankenhausaufenthalt (> 3 Tage) in den zurückliegenden 12 Monaten
  5. Patienten, die (beruflich) direkten und regelmäßigen Kontakt zu MRSA haben, z. B. Kontakt zu Tieren in der landwirtschaftlichen Tiermast (Schweine, Rinder, Geflügel)
  6. Patienten, die während eines stationären Aufenthaltes Kontakt zu MRSA-Trägern hatten (z. B. bei Unterbringung im selben Zimmer)
  7. Patienten mit chronischer Pflegebedürftigkeit und einem von folgenden Risikofaktoren: Antibiotikatherapie in den zurückliegenden 6 Monaten oder liegender Katheter (z. B. Harnblasenkatheter, PEG-Sonde)

Quelle:
Empfehlung zur Prävention und Kontrolle von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Stämmen (MRSA) in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI). Bundesgesundheitsbl 2014. 57:696-732

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