von Brady et al. 2011
veröffentlicht in Clin Microbial Infect 17(6):830-5
DOI 10.1111/j.1469-0691.2011.03493.x

Mobile phone technology and hospitalised patients: a cross-sectional surveillance study of bacterial colonisation, and patient opinions and behaviours

Touchscreens elektronischer Geräte (z. B. Mobiltelefone, Tablets) können eine Kontaminationsquelle sein

Die Studie, die in chirurgischen und urologischen Abteilungen eines schottischen Krankenhauses durchgeführt wurde, untersuchte die Nutzung von Mobiltelefonen durch Patienten und die mikrobielle Kontamination von Telefonoberflächen. Dazu wurden insgesamt 145 Patienten zu ihrer Meinung und Nutzung von Mobiltelefonen in Krankenhäusern befragt. Anschließend stellten sie ihre Mobiltelefone für die mikrobiologische Untersuchung zur Verfügung. 84,3 % der Mobiltelefone erwiesen sich als positiv für mikrobielle Verunreinigungen. Auf 11,8 % der Geräte wuchsen Bakterien, von denen bekannt ist, dass sie nosokomiale Infektionen auslösen. 6,9 % der Telefone und 31,4 % der Nasenabstriche erwiesen sich als mit Staphylococcus aureus kontaminiert. Zu den Empfehlungen des Autors gehören klare Richtlinien für die Patienten zur Verwendung von Mobiltelefonen im klinischen Umfeld, einschließlich angemessener Dekontaminations- und Handhygienemaßnahmen. Um eine Übertragung von Bakterien zu verhindern, sollten die Patienten auch darauf hingewiesen werden, ihre Mobiltelefone nicht mit anderen Patienten zu teilen.