von Fitzgerald et al. 2013
veröffentlicht in J Hosp Infect 84(1):27-31
DOI 10.1016/j.jhin.2013.01.008

Hand hygiene after touching a patient's surroundings: the opportunities most commonly missed

Schulungen sind ein wesentlicher Bestandteil multimodaler Maßnahmen zur Verbesserung der Reinigung, Hände- und Flächenhygiene, zur Kosteneinsparung und zur Verringerung von NI

Die Studie, die auf verschiedenen Stationen des University College London Hospitals durchgeführt wurde, umfasste achtundfünfzig 90-minütige Beobachtungen sowohl in offenen Buchten als auch in Isolierzimmern. Mit einer speziellen Analysemethode wurden die Bewegungen der Mitarbeiter von einem Ort zum anderen sowie die Häufigkeit der Bewegungen aufgezeichnet. Die Überprüfungen der Händehygiene erfolgten anhand des von der WHO entwickelten Modells "Fünf Momente für die Händehygiene". Auf der Intensivstation fanden die meisten Bewegungen direkt neben dem Bett statt. Computer am Bett und Gerätewagen wurden am häufigsten angefasst, oft sogar direkt nach dem Patientenkontakt. Die Einhaltung der Händehygiene betrug 60 % (Mehrbettzimmer) und 62 % (Einzelzimmer). In der gastroenterologischen Abteilung fanden die meisten Bewegungen zwischen den Betten statt. Hier lag die beobachtete Händehygiene-Compliance bei 34 %. Die Compliance zwischen Patientenkontakt und dem Berühren von Computeroberflächen war gering (14 % - 22 %), was das Risiko einer Erregerübertragung von Patienten auf Oberflächen verdeutlicht. Gesundheitsdienstleister müssen dafür sensibilisiert werden, dass Maßnahmen, die in der täglichen Routine als risikoarm wahrgenommen werden, auch die Übertragung von Infektionen beinhalten können. Daher sollten Schulungs- und Interventionsprogramme auch die mögliche Kontamination von Stationscomputern, Fallnotizen und Türklinken berücksichtigen.