von Sassenrath et al. 2015
veröffentlicht in Psychol Health 31(2):205-27
DOI 10.1080/08870446.2015.1088945

A person-oriented approach to hand hygiene behaviour: Emotional empathy fosters hand hygiene practice

Auf Empathie basierende Interventionen können die Händehygiene fördern

In ihrer Studie untersuchten Sassenrath et al. den Einfluss von emotionaler Empathie auf die Compliance: Sie untersuchten, ob es einen Zusammenhang zwischen Empathie und Händehygieneverhalten gibt und ob eine empathiebasierte Intervention die Händehygiene verbessert. Es zeigte sich, dass Empathie das selbstberichtete Hygieneverhalten signifikant vorhersagen kann: Je höher die selbst eingeschätzte Empathie, desto höher die berichtete Anzahl der Händedesinfektionsmaßnahmen in relevanten Situationen. Außerdem fördert Empathie die Häufigkeit der Händehygiene. Die Probanden der Empathiegruppe desinfizierten ihre Hände signifikant häufiger (60 %) als die Teilnehmer der Kontrollgruppe (43 %). Schließlich hatte die empathiebasierte Intervention einen positiven Einfluss auf die Händehygiene: Im Vergleich zur Kontrollgruppe stieg die Anzahl der Händedesinfektionen in der Empathiestation signifikant an.
Die Studienergebnisse liefern neue Ideen für die Gestaltung von Interventionen, die letztendlich die Sicherheit und Qualität der Gesundheitsversorgung verbessern sollen, fassen die Autoren zusammen.