von Tomas et al. 2015
veröffentlicht in JAMA Intern Med 175(12):1904-10
DOI 10.1001/jamainternmed.2015.4535

Contamination of Health Care Personnel During Removal of Personal Protective Equipment

Eine Schulung des Personals über die korrekte Verwendung von PSA könnte die Kontamination von Haut und Kleidung erheblich verringern

In dieser zwölfwöchigen Studie wurde untersucht, wo und wie oft die Haut und die Kleidung des Personals beim Ausziehen von Handschuhen und Schutzkitteln kontaminiert wurde. Außerdem wurde geprüft, ob Schulungen zum korrekten Ausziehen der PSA die Häufigkeit von Kontaminationen verringern. Um die Kontamination von Handschuhen zu simulieren, rieben die Testpersonen 0,5 ml fluoreszierende Lösung in ihre behandschuhten Hände, nachdem sie die PSA angezogen hatten. Nach dem Ausziehen der Handschuhe fanden sich in 52,9 % aller Simulationen Spuren der fluoreszierenden Lösung auf der Haut und der Kleidung. Die Hände waren dabei am stärksten betroffen. Wurde der Schutzkittel kontaminiert, verunreinigten sich 37,8 % der Studienteilnehmer beim Ausziehen - am häufigsten am Hals. Beim An- und Ausziehen der PSA unterliefen den Probanden unterschiedliche Fehler. Bei falscher PSA-Technik stellten die Forscher in 70,3 % der Fälle Verunreinigungen z. B. an Händen und Hals fest. Bei korrekter Anwendung der PSA wurde in 30 % der Simulationen eine Verunreinigung festgestellt. Unmittelbar nach der intensiven Schulung zum korrekten Ablegen der PSA sank die Kontamination von Haut und Kleidung in den sieben betroffenen Stationen von 60 % auf 18,9 %. Ein und drei Monate nach der Maßnahme kontaminierten nur noch 12 % der Mitarbeiter ihre Hände oder ihren Hals.