HARTMANN SCIENCE CENTER
Seit 2019 rückt der Clean Hospitals Day am 20. Oktober die Bedeutung von Hygienemaßnahmen im Krankenhausumfeld in den Mittelpunkt. Jeden Tag setzen sich Mitarbeitende in Gesundheitseinrichtungen dafür ein, Patienten vor vermeidbaren Risiken zu schützen. Der internationale Aktionstag soll das Bewusstsein dafür weiter stärken: Das Motto 2026 „Empowered Teams, Reduce Risk“ unterstreicht: Um das Infektionsrisiko zu mindern, ist effiziente Teamarbeit gefragt.
Nosokomiale Infektionen, also Infektionen, die im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung erworben werden (healthcare-associated infections; HAIs), stellen eine besondere Herausforderung für die Patientensicherheit und die Behandlungsqualität dar [1, 2]. In Europa erkranken jedes Jahr etwa 4,3 Millionen Menschen an einer HAI [2]. Mindestens 20 % dieser HAIs könnten Schätzungen zufolge durch Programme zur Infektionsprävention und -kontrolle (infection prevention and control; IPC) vermieden werden [2].
Neben den möglicherweise schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für die Patienten sind HAIs auch mit beträchtlichen Kosten verbunden: Diese werden in Europa auf rund 7 Milliarden Euro geschätzt [3]. Die Initiative Clean Hospitals macht sich daher für eine verbesserte Krankenhaushygiene stark. Mit Mission: Infection Prevention (M: IP®) bietet HARTMANN Krankenhäusern ein Konzept, um medizinische und pflegerische Prozesse effizienter zu gestalten. Ziel ist es, Personal zu entlasten und Infektionen zu vermeiden.
Doch erfolgreiche Infektionsprävention entsteht nicht allein durch Richtlinien oder Produkte. Sie beginnt bei den Menschen, die Hygienemaßnahmen jeden Tag umsetzen. Eine nachhaltige Sicherheitskultur wächst dort, wo Mitarbeitende befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen, Risiken zu erkennen und aktiv zur Infektionsprävention beizutragen. Regelmäßige Schulungen, klare Prozesse, Monitoring und der Austausch von Best Practices schaffen die Grundlage für fundierte Entscheidungen und sicheres Handeln im Arbeitsalltag.
Empowerment bedeutet, Wissen in konkrete Maßnahmen zu übersetzen. Konsequente Händehygiene, professionelle Flächendesinfektion und die Umsetzung evidenzbasierter Präventionsstandards gehören zu den wirksamsten Instrumenten, um Übertragungswege zu unterbrechen und Patienten sowie Mitarbeitende zu schützen. Ob Reinigungs- und Hygienekräfte oder medizinisches Personal – Infektionsprävention ist eine gemeinsame Aufgabe. Jede korrekt durchgeführte Maßnahme reduziert Risiken und stärkt die Sicherheit entlang des gesamten Versorgungspfads.
Neben Fachwissen und Engagement brauchen Teams Transparenz über Risiken und Ergebnisse. Die kontinuierliche Erfassung relevanter Daten, die Bewertung von Risiken und die gezielte Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen unterstützen Einrichtungen dabei, ihre Präventionsstrategien weiterzuentwickeln. Dabei zeigt sich: Wo funktionieren Prozesse bereits gut? Wo bestehen Barrieren im Arbeitsalltag? Und welche Unterstützung benötigen Teams, um Hygienemaßnahmen zuverlässig umzusetzen? Der Blick auf die Abläufe kann helfen, Verbesserungen langfristig zu verankern, damit Infektionsprävention zu einem festen Bestandteil der Organisationskultur wird.
Damit Teams ihr volles Potenzial entfalten können, benötigen sie Zugang zu modernen Technologien, praxisnahen Schulungen und wissenschaftlich fundierter Expertise. Mit dem HARTMANN SCIENCE CENTER, der HARTMANN Academy sowie digitalen Lösungen zur Unterstützung von Hygiene- und Präventionsmaßnahmen unterstützt HARTMANN Gesundheitseinrichtungen dabei, Wissen aufzubauen, Prozesse zu optimieren und nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.
Der Clean Hospitals Day 2026 erinnert daran: Infektionsprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wenn Menschen, Wissen und geeignete Lösungen zusammenkommen, entstehen sicherere Arbeitsumgebungen, bessere Voraussetzungen für eine hochwertige Versorgung und ein wirksamer Schutz für Patienten und Gesundheitsfachkräfte – ganz im Sinne des diesjährigen Mottos: „Empowered Teams, Reduce Risk“.