Poster Unterarme frei für die Patientensicherheit
Anlässlich des Geburtstags von Florence Nightingale, der Pionierin der modernen Pflege, wird am 12. Mai weltweit der International Nurses Day (auf deutsch: Internationale Tag der Pflegenden) gefeiert [1]. Wir von HARTMANN feiern mit, denn wir wollen dazu beitragen, die Arbeit von Pflegekräften zu würdigen und das Bewusstsein für ihre zentrale Rolle im Gesundheitswesen zu schärfen. Der internationale Tag der Pflegenden, der 2026 unter dem Motto „Our Nurses. Our Future. Empowered Nurses Save Lives“ (sinngemäß: „Unsere Pflegekräfte sind unsere Zukunft. Gestärkte Pflegekräfte retten Leben“) stattfindet, wird jedes Jahr vom International Council of Nurses (ICN) organisiert.
Seit Florence Nightingale 1860 die erste Krankenpflegeschule gründete, hat sich die Pflege grundlegend gewandelt. Während ihrer Arbeit mit verwundeten Soldaten hatte Nightingale festgestellt, dass mehr Menschen den Wundinfektionen als ihren eigentlichen Verletzungen erlagen. Ihre daraus abgeleiteten Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und konsequentes Lüften wirken aus heutiger Sicht selbstverständlich, waren damals jedoch fortschrittlich und retteten zahlreiche Leben [2]. Heute ist die Pflege zu einem zunehmend akademisierten Beruf geworden, selbst in Deutschland – mit eigenen Studiengängen und Berufsverbänden wie dem Deutschen Pflegerat, der den jährlich im November stattfindenden Deutschen Pflegetag mitorganisiert. Gleichzeitig bringt der demografische Wandel wachsende Herausforderungen mit sich: Der steigende Bedarf trifft auf den Fachkräftemangel und immer belastendere Arbeitsbedingungen [3]. Eine Aufwertung des Berufs durch bessere Rahmenbedingungen und mehr Anerkennung ist daher dringend notwendig.

Um nosokomiale Infektionen zu vermeiden, ist Hygiene nach wie vor essenziell. Dabei geht die Händehygiene heute weit über das von Nightingale postulierte Händewaschen hinaus. Mit der korrekten Durchführung der Händedesinfektion zum richtigen Zeitpunkt lassen sich viele nosokomiale Infektionen vermeiden. Eine fragebogenbasierte Studie weist außerdem auf den erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand für Pflegekräfte durch nosokomiale Infektionen hin [4]. Konsequente Händehygiene trägt somit nicht nur zur Patientensicherheit bei, sondern kann Pflegende letztlich sogar zeitlich entlasten, indem sie vermeidbare Mehrarbeit durch Ausbrüche verhindert.
Doch nicht nur die Hände, sondern auch die Pflegekleidung können in Gesundheitseinrichtungen zum Infektionsrisiko werden. Laut einer US-amerikanischen Studie ist etwa ein Drittel der Berufskleidungsstücke von Pflegenden mit krankmachenden Keimen kontaminiert, insbesondere wenn zuvor Patienten gebadet oder ihre Wunden versorgt wurden [5].
Zur Stärkung der Kenntnisse des Gesundheits- und Pflegepersonals in Pflegeeinrichtungen sind innovative und insbesondere kontinuierliche Schulungsangebote zur Infektionsprävention und ‑kontrolle, die neben der Händehygiene auch die Flächenhygiene umfassen, entscheidend. Selbst einfache Trainings mit Nachbereitung können die Händehygiene-Compliance (HHC) von Pflegekräften bereits signifikant verbessern [6]. Eine Langzeitstudie demonstrierte außerdem, dass regelmäßige Wiederholungen von Training und Feedback selbst eine hohe HHC weiter steigern können; bei Pflegekräften stieg diese im Verlauf von fünf Jahren von 86 % auf über 96 % [7]. Eine Befragung zur Ableitung von Verbesserungsstrategien zeigte zudem, dass adhärente Pflegekräfte ihre HHC überwiegend aus innerer Überzeugung umsetzen und sich dabei besonders durch persönliche Motive wie den Fremd- und Eigenschutz leiten lassen [8].
Auf der Lernplattform HARTMANN Academy finden Sie zahlreiche Trainings, die sich explizit an Fachkräfte in Pflegeeinrichtungen richten.
Eines steht fest: Pflegekräfte sind eine sehr wichtige Stütze unserer Gesellschaft. Angesichts der sich zuspitzenden Herausforderungen des demografischen Wandels braucht es nicht nur Worte, sondern vor allem bessere Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und echte Wertschätzung. Machen auch Sie sich für Pflegekräfte stark und posten Sie Ihren Beitrag unter Verwendung von #IND2026 und #OurNursesFuture.
Quellen: