In zahlreichen medizinischen Einrichtungen besteht weiterhin Optimierungsbedarf im Bereich der Hygiene – auch in Deutschland. Arztpraxen und Krankenhäuser bieten günstige Bedingungen für die Verbreitung von Krankheitserregern. Insbesondere auf Lichtschaltern, Türklinken, medizinischen Geräten sowie in sanitären Bereichen ist die Keimbelastung häufig erhöht. Neben diesen häufig berührten Oberflächen sind auch die Hände des Personals sowie von Patientinnen, Patienten und Besuchenden ein potenzieller Überträger von Krankheitserregern. Im Gesundheitswesen ist die regelmäßige Desinfektion von Oberflächen, Instrumenten und Händen daher von zentraler Bedeutung. Damit alle wissen, worauf es ankommt, ist die Oberflächenhygiene (d. h. die Reinigung und Desinfektion von Oberflächen), genau wie die Händehygiene in offiziellen Leitlinien und hausinternen Hygieneplänen geregelt. Das medizinische Personal kann sich daran orientieren und weiß somit immer, wie es sich zu verhalten hat.
Aber auch Patientinnen, Patienten und Besuchende können aktiv zu einer guten Händehygiene beitragen und sollten insbesondere in folgenden Situationen zum Hände-Desinfektionsmittel greifen: [1,2]:
- nach der Nutzung der Bettpfanne/Toilette
- nach dem Kontakt mit häufig berührten Oberflächen
- nach dem Verlassen und beim Betreten des Krankenhauszimmers
- vor der Medikamenten- und Nahrungsaufnahme
- vor und nach Kontakt mit venösen Zugängen
- vor und nach Kontakt mit Schleimhäuten oder der Wunde
Als Fachkraft im Gesundheitssektor nehmen Sie Einfluss auf die Händehygiene der Patienten, indem Sie Patienten und Angehörige informieren, einbeziehen und in der Händedesinfektion bestärken. Übrigens: Trockene Haut ist für die Händedesinfektion kein Problem. Die regelmäßige Nutzung von Händedesinfektionsmitteln kann sogar für eine erhöhte Hautfeuchtigkeit sorgen.[3].