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Am 13. September 2022 ist World Sepsis Day

Sepsis verhindern, Leben retten!

7/28/2022

Sepsis, landläufig häufig noch als „Blutvergiftung“ bekannt, ist nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen durch Infektionen und betrifft bis zu 50 Millionen Menschen pro Jahr weltweit. Mindestens 11 Millionen Menschen sterben jährlich daran, in Deutschland alle 7 Minuten einer. Doch das wichtigste: Sepsis könnte in vielen Fällen verhindert werden – nämlich durch geeignete Maßnahmen zur Infektionsprävention wie Hygiene und Impfungen.


Sepsis kann jeden treffen

Eine Sepsis kann entstehen, wenn das Immunsystem auf eine Infektion überreagiert und der ganze Körper betroffen ist. Dabei können die unterschiedlichsten Infektionen als Ursache zugrunde liegen: bakterielle Infektionen (häufigste Ursache), virale Infektionen, aber auch Infektionen mit Pilzen oder Parasiten. Wenn der auslösende Keim nicht auf eine Infektion an anderer Stelle des Körpers zurückgeht, spricht man von einer primären Sepsis, andernfalls von einer sekundären Sepsis. Weil niemand gänzlich vor Infektionen gefeit ist, kann Sepsis grundsätzlich jeden Menschen treffen. Die auf der Website des WSD geteilten Stories zeigen eindrücklich, dass auch junge, ansonsten gesunde Menschen plötzlich von einer Sepsis betroffen sein können. Junge Menschen wie Farès (13 Jahre) oder Hailey (23 Jahre), die beide aufgrund von Blinddarmproblemen erkrankten. Auch bei einer COVID-19-Erkrankung kann eine Sepsis als Komplikation auftreten.

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt?

Da die Symptome einer Sepsis oftmals unspezifisch sind (SEPSIS: undeutliche Sprache/Verwirrtheit; Extremes Zittern/Muskelschmerzen/Fieber; schwere DysPnoe; Störung des Urinabsatzes; Intensives Krankheitsgefühl; Scheckige oder verfärbte Haut) und von etlichen Menschen – selbst Gesundheitskräften – fehlinterpretiert werden, wird die lebensbedrohliche Komplikation häufig nicht oder nicht früh genug erkannt.

In Deutschland sterben jährlich 75.000 Menschen an Sepsis, von denen bis zu 20.000 Todesfälle vermeidbar wären. Doch auch Überlebende haben oft mit lebenslangen Folgeschäden zu kämpfen. Deshalb zielt die vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. ins Leben gerufene Kampagne Deutschland erkennt Sepsis darauf ab, die deutsche Gesamtbevölkerung auf das frühe Erkennen einer Sepsis zu schulen. Besser wäre jedoch, die Erkrankung von vornherein so gut wie möglich zu verhindern.

Infektionsprävention verhindert Sepsis-bedingte Todesfälle am besten

Auch wenn die Chancen auf Genesung und Überleben umso besser sind, je früher die Sepsis erkannt und behandelt wird: Eine Garantie für einen günstigen Verlauf gibt es nicht. Gerade antibiotikaresistente Keime können die Behandlung deutlich erschweren. Das Credo lautet daher Infektionsprävention!

Deshalb will der WSD nicht nur über mögliche Ursachen und Symptome sowie besonders gefährdete Personengruppen informieren, sondern auch verstärkt für die Vermeidung von Infektionen sensibilisieren. Um Infektionen und damit eine mögliche Sepsis zu verhindern, eignen sich unter anderem Maßnahmen wie Impfungen, sauberes Wasser, Händehygiene, Vermeidung von Krankenhausinfektionen, sicheres Entbinden sowie Aufklärung

Auch wir von HARTMANN machen uns gegen Sepsis stark, indem wir Infektionsprävention leben und aktiv gestalten. Auf der Website des HARTMANN SCIENCE CENTER finden Sie deshalb zahlreiche Informationsmaterialien und Schulungsfilme sowie Kontaktdaten für eine persönliche Beratung.

Sepsis geht uns alle an und ist vermeidbar: Machen deshalb auch Sie mit und teilen Sie Ihr Engagement FÜR Infektionsschutz und GEGEN Sepsis unter den Hashtags #CleanHands, #PreventInfection, #PreventSepsis, #StopSepsis und #SaveLives sowie #MissionInfectionPrevention.

Außerdem stehen Ihnen auf der Website des WSD zahlreiche Kampagnenmaterialien zur Verfügung, die Sie für Ihre Aktionen verwenden können.

#MissionInfectionPrevention

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