Glossar

Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)

Das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) kann durch eine bakterielle Darminfektion mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) auftreten. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch:

1. Akute hämolytische Anämie

Die hämolytische Anämie (Blutarmut) zeichnet sich durch einen zu schnellen Abbau bzw. Zerfall (Hämolyse) der roten Blutkörperchen aus. Beim HUS werden die Wände der Blutgefäße geschädigt (Endothelschädigung), wodurch es zu inneren Blutungen kommen kann.

2. Thrombozytopenie

Bei einer Thrombozytopenie (Verminderung der Blutplättchenzahl) kommt es zu einem Thrombozyten-Mangel im Blut, wodurch eine akute Blutgerinnungsstörung entsteht. Durch die Störung der Blutgerinnung entstehen viele kleine Blutgerinsel (Thromben), die in den Blutkreislauf gelangen und kleine Blutgefäße verstopfen können.

3. Anurie

Infolge der Mangeldurchblutung durch die hämolytische Anämie kann es zu einer Anurie (fehlende Harnausscheidung) kommen. Wenn Blutgerinnsel die kleinen Blutgefäße der Nieren verstopfen und die Sauerstoffversorgung der Niere behindern, drohen der völlige Verlust der Ausscheidungsfunktion der Niere und damit ein akutes Nierenversagen.

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