Erreger

African Swine Fever-Virus
(behülltes Virus)

Behuelltes Virus
Die Oberfläche behüllter Viren ist mit Glykoproteinen besetzt. Diese bieten Angriffspunkte für äußere Einflüsse.

Bei dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) handelt es sich um das African Swine Fever-Virus (ASFV), ein behülltes Virus aus der Familie der Asfarviridae. An der anzeigepflichtigen Tierseuche erkranken Haus- und Wildschweine. Von ASP betroffene Tiere zeigen stark ausgeprägte, jedoch unspezifische Symptome, die sich klinisch nur schwer von der klassischen – europäischen – Schweinepest abgrenzen lassen.

Die Diagnose erfolgt über den Nachweis von Virusantigenen oder ASP-spezifischer Antikörper im Blut.

ASFV kann sich sehr zügig ausbreiten, besonders das Blut erkrankter Tiere ist hoch infektiös. Die Übertragung findet direkt durch den Kontakt von Tier zu Tier sowie indirekt über kontaminierte Gegenstände und Materialien statt. Letzteres birgt besondere epidemiologische Risiken. Denn über diesen Übertragungsweg gelangen die Viren in ASP-freie Gebiete. So kommt es inzwischen vermehrt zu Ausbrüchen der Seuche in osteuropäischen Ländern.

Da ASFV nicht auf Menschen übertragen werden können, ist die Seuche für uns ungefährlich.

» Erforderliches Wirkungsspektrum
Begrenzt viruzid

Source:
OIE Collaborating Centre for Zoonosen in Europe: “African Swine Fever”: African Swine Fever: Friedrich-Loeffler-Institut (fli.de) (accessed on 01/09/2021)

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