C. difficile
Clostridioides difficile

Flächendesinfektion bei Clostridioides difficile (vormals Clostridium difficile)

14.02.2020
Das Bakterium C. difficile bildet Sporen, die vom Infizierten ausgeschieden werden und bei der Übertragung eine große Rolle spielen. In Patientenzimmern von Gesundheitseinrichtungen können diverse Flächen, mit denen der infizierte Patient in Kontakt kommt, mit Sporen und vegetativen Bakterien kontaminiert sein (Beispiele s. Abbildung). Dadurch steigt das Infektionsrisiko für nachfolgende Patienten im gleichen Zimmer beträchtlich. Doch auch außerhalb des Patientenzimmers können sich die Sporen verbreiten, z. B. durch Pflege- und Putzwagen.
Beispiele für potentiell mit C. difficile-Sporen kontaminierte Flächen in Patientenzimmern und Nasszellen
Abbildung: Beispiele für potentiell mit C. difficile-Sporen kontaminierte Flächen in Patientenzimmern und Nasszellen

Um die Sporenkontamination zu verringern, müssen sämtliche Flächen gründlich desinfiziert werden. Sporen von C. difficile sind jedoch umweltresistent und lassen sich – je nach Wirkstoff und Konzentration – nicht mit allen Desinfektionsmitteln sicher inaktivieren. Das Flächendesinfektionsmittel muss deshalb eine nachgewiesene Wirksamkeit gegenüber C. difficile-Sporen besitzen, wie es für sauerstoff- oder chlorabspaltende Produkte (z. B. Peressigsäure und Natriumhypochlorit) sowie Glutaraldehyd, nicht aber für Alkohole und quartäre Ammoniumverbindungen der Fall ist. Flächen in Zimmern von infizierten Patienten sollten täglich desinfiziert werden. Um eine ausreichende Wirksamkeit gegen die Sporen zu erreichen, müssen die Produkte ggf. in so hoher Konzentration verwendet werden, dass sie für anwesende Patienten unverträglich oder gar akut toxisch sind. Deshalb sollten die C. difficile-Sporen-wirksamen Produkte ggf. in einer bakteriziden/levuroziden Konzentration-Zeitrelation verwendet werden.


Quellen:
1Hygienemaßnahmen bei Clostridioides difficile-Infektion (CDI). Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut. Bundesgesundheitsbl 2019;62: 906–923.
2RKI-Ratgeber: Clostridioides (früher Clostridium) difficile. (letzter Abruf: 31.01.2020)


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