Erreger

Affenpockenvirus
(behülltes Virus)

Behuelltes Virus
Behüllte Viren haben auf ihrer Oberfläche Glykoproteine, die Angriffspunkte für äußere Einflüsse bieten.

Das Affenpockenvirus (Orthopoxvirus simiae, engl. Monkeypox virus) ist ein behülltes Virus aus der Familie der Poxviridae (Pockenviren).

Erste Symptome einer Infektion mit Affenpocken sind grippeähnlich: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Abgeschlagenheit. Im weiteren Verlauf bilden sich typische Hautveränderungen (sogenannten Hauteffloreszenzen), die häufig das Gesicht und die Handflächen betreffen. Aber auch andere Körperbereiche, wie beispielsweise der Urogenitalbereich, können betroffen sein.

Das Affenpockenvirus wird hauptsächlich von Tieren auf den Menschen übertragen, zum Beispiel durch Kontakt mit Sekreten und Exkreten von infizierten Tieren. Als Reservoir dienen vermutlich Nagetiere. Eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch ist bei engem Kontakt mit Infizierten jedoch ebenfalls möglich. Hierzu zählen vor allem der Kontakt zu virushaltigem Material wie Körperflüssigkeiten oder Hautkrusten von Infizierten.

Infektionen mit Affenpocken treten vor allem in West- und Zentralafrika auf. Seit Beginn der 2000er-Jahre werden auch vereinzelte Infektionen mit dem Virus außerhalb des afrikanischen Kontinents gemeldet. Im Mai 2022 wurden vermehrte Fälle von Affenpocken in Nordamerika und Europa bekannt, darunter Deutschland. Dabei waren auch Personen ohne entsprechende Reiseanamnese (West- und Zentralafrika) betroffen.

» Erforderliches Wirkspektrum:

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